Piraten:

 

Hast du dich selbst bei den Raiders beworben oder ist man Seitens der Raiders an dich herangetreten?

Jason Johnson:

 

 

 

Die Raiders wurden durch Matthew Epperson auf mich aufmerksam. Er spielte zusammen mit mir im letzten Jahr bei den Catania Elephants. Ich wollte eigentlich nur ein Jahr in Europa Football spielen, aber er hat mich erfolgreich dazu überredet, doch noch länger zu bleiben. Ich freue mich nun aber sehr, in Innsbruck zu spielen. Es ist meiner Meinung nach Europas stärkstes Team und ich freue mich auch darauf, mit den ausgezeichneten Wide Recievern der Raiders zusammen zu arbeiten.

 

 

Piraten:

Wie lange spielst du schon American Football?

Jason Johnson:

 

 

 

Schon mein Großvater hat Football gespielt und war auch ein sehr erfolgreicher Coach. Er ist in der NCAA Hall of Fame verewigt. Auch mein älterer Bruder ist Quarterback und mein Onkel spielt in der NFL. So war es klar, dass auch ich diesen Sport betreiben würde. Ich warf quasi schon Pässe, bevor ich überhaupt gehen konnte (lacht) Von klein auf war das Footballfeld mein zweites Zuhause. Sobald ich rennen konnte, war ich Balljunge, dann Waterboy und dann begann ich letztlich zu spielen …  „ and here I am“ (grinst)

 

 

Piraten:

 

Du hast in Amerika, Canada und in Italien gespielt. Kann man den Football in den einzelnen Ländern miteinander vergleichen?

Jason Johnson:

 

 

 

Amerikanischer und kanadischer Football sind total unterschiedlich. Dadurch dass auch die Regeln unterschiedlich sind, ist es schwer, konkrete Vergleiche zu ziehen. Quarterback in Canada zu sein, macht allerdings mehr Spaß, da es nur drei Downs gibt und das Spielfeld größer ist. Dadurch wird natürlich viel mehr gepasst als gelaufen. Das gefällt mir!
Italien ist wieder eine ganz andere Sache. Der Footballsport dort steckt noch in den Kinderschuhen und wird weniger sportlich verbissen als mit viel Spaß gespielt.

 

 

Piraten:

Betreibst du noch andere Sportarten?

Jason Johnson:

 

Ich liebe Basketball. Ich glaube auch, dass ich recht gut darin bin. Auch Golfen gefällt mir. Als ich das erste Mal in Tirol bei den Raiders war, hat mich Blizi mit zum Golfen genommen. Das war großartig.

 

 

Piraten:

Was wirst du machen, wenn du einmal nicht mehr Football spielen kannst?

Jason Johnson:

 

 

 

Hmmm … ich habe neben dem Footballspielen so viele verschiedene Dinge gemacht. Ich bin TV-Produzent in den Staaten, ich liebe die Fotografie und ich schreibe gerne. Nächstes Jahr wird mein erstes Buch veröffentlicht. „Really playing for Pizza“ angelehnt an das Buch von John Grisham „Playing for Pizza
(http://en.wikipedia.org/wiki/Playing_for_Pizza). Wo ich dann landen werde, wird sich noch herausstellen.

 

 

Piraten:

Gefällt dir Tirol? Hast du schon ein bisschen was vom Land gesehen?

Jason Johnson:

 

 

Tirol ist wundervoll! Die Leute sind so nett! Überall wird man herzlich begrüßt. Und die Landschaft ist traumhaft! In Amerika muss man normalerweise lange Strecken zurücklegen, bis man in einem Skigebiet ist – hier steige ich in Innsbruck in den Bus und in 10 Minuten kann ich auf der Piste stehen. Und: Ich liebe Strudel! (lacht)

 

 

Steckbrief:

 

Alter:

29

Größe:

1,90 m

Gewicht:

95 kg

Geschwister:

1 älterer Bruder, 1 jüngere Schwester

Familienstand:

Seit 2 Jahren verheiratet mit Christie

Lieblingsspeise:

Mexikanisch, Taccos, Pizza

Lieblingsgetränk:

Cappucino, Red Bull, Caipirhina

Jasons Blog: http://www.reallyplayingforpizza.blogspot.com/
Jasons Photos: http://www.jasonjohnsonphotography.com/