Danube Dragons vs. Swarco Raiders Tirol
Rattenfängerstadion, Korneuburg
Samstag, 17. Mai 2008
Ankick: ca. 18 Uhr
Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Piraten wurde eine Fanfahrt mit mehr als 3 Personen organisiert. Trotz der teils verwirrenden Organisation (aller Anfang ist Schwer!) des ganzen schafften wir es doch, einen 9-Sitzer zu organisieren, der dann zwar nicht voll besetzt war, aber mit einer erlesenen Auswahl von lautstarken Raiders-Fans.
Um 10 Uhr trafen wir uns beim Olympiastadion. Und nach kurzer Wartezeit waren dann auch alle da und die Reise ins Dragons-Land konnte beginnen.
Erstaunlicher Weise war diese Fahrt eine der leisesten – was allerdings auch daran liegen kann, dass ein drittel der Insassen sich die Nacht um die Ohren geschlagen hat und die Anreise zum ausschlafen genutzt hat. Auf der hintersten Bank wurde Uno gespielt und der Ursprung eines Luftzuges mit „Körperhygieneartikeln“ dicht gemacht. Der erste Halt wurde traditionell bei der Raststation Mondsee gemacht. Hier wurde sich mit Eis und – ratet mal! – mit Kaffee eingedeckt. Und schon ging´s wieder weiter.
Unser Bordinterner Teambus-Ticker sagte uns, dass wir diesen schon bald überholen würden. Diese Gelegenheit nützten wir, um uns an den Bus anzuhängen – denn der weiß sicher wo wir hinfahren müssen... so war unser Plan! Bei St. Pölten haben wir die Raiders dann auch bei der Autobahnraststätte angetroffen und setzten unseren Plan dann auch in die Tat um. Was wir allerdings schon bald bereuten. Lt. meinem Routenplan sollten wir einfach auf der Autobahn bis nach Wien fahren, dort ein Stück den Gürtel entlang und dann wären wir schon in Korneuburg gewesen. Statt dessen gondelten wir durch Dörfer die aus 3 bis 4 Häusern bestanden, komische Namen („Nest“ u. ä.) hatten und deren Straßen bei uns teilweise als Feldwege bezeichnet würden.
Nach diversen Verfahrereien, waghalsigen und nicht ganz legalen Wendemanövern des Teambusses und einblicken ins Innere des Busses, die eine „leicht“ angespannte Stimmung der Raiders erkennen ließen, kamen wir dann doch 1 ½ Stunden vor Spielbeginn beim Rattenfängerstadion an.
Beim Stadion dann kam dann noch Angii zu uns, die mit dem Zug von Wien her kam. Somit waren die üblichen Verdächtigen wieder komplett.
Auf der Tribüne wurden der Jolly Roger und die Tirolfahne gehisst und dann konnte das Spiel beginnen. Nach einem für uns schockierenden Anfangstouchdown der Dragons schon in den ersten Minuten des Matches wurden wir aber durch einen PAT-Retourn durch unseren Süß Michael wieder beruhigt. Der unglaubliche Will Galusha hatte es doch wirklich geschafft, den Kick zu blocken! Die Stimmen der wenigen tiroler Fans übertönten in dem Moment sämtliche Dragons-Fans. Und das nicht nur, weil ihnen beim Anblick des verlorenen Zusatzpunktes und des sensationellen Laufes des Freibeuters die Stimmen versagten.
Im Großen und Ganzen war das Spiel sehr spannend, auch wenn die Leistung der Refs nicht immer nachvollziehbar war.
Nach dem Spiel warteten wir noch bis die Spieler geduscht waren und etwas gegessen hatten, und dann machten wir uns auf den Heimweg. Die Insassen des 9-sitzers hatten sich leicht geändert, da zwei Spieler die Plätze von 2 Fans einnahmen und Angii lieber mit uns, als mit dem Zug nach Hause fuhr.
Auch die Heimfahrt war wieder sehr ruhig. Einige Pausen und die obligatorische Umleitung im Deutschen Eck (fast immer wenn wir von den Auswärtsspielen Heim fahren, gibt´s hier eine Umleitung) später, konnten wir wieder alle gesund aber nicht wirklich munter daheim abliefern.
Das fröhliche „Guten Morgen!“ des Tankwarts bei dem wir den 9-Sitzer wieder auftankten, nahm Flo müde und mit schiefem Grinser und dem Blick auf die Uhr entgegen.
Dann mussten wir nur noch den Bus beim Autohaus Krünes abliefern, unsere Sachen ins eigene Auto umzuladen und das letzte Stück nach Hause gondeln.
Um halb 5 Uhr am Morgen fielen wir dann ins Bett. Dass es draußen schon hell war und die Vögel ein „Kampfsingen“ abhielten, konnte den Schlaf nicht aufhalten.