Football around Germany-Tour 2008
German Bowl, Samstag 27. September 2008 
Elbrock Bowl, Freitag 3. Oktober 2008


Da die Footballsaison der Kampfmannschaften in Österreich schon vorbei ist, haben wir die Gelegenheit genutzt, und haben uns die German Bowl in Frankfurt angeschaut.
Zusammen mit den Vikings-Fire-Leuten und einigen deutschen Bekannten haben wir uns im Hotel Ambassador eingemietet. Da Flo und ich eine der ersten waren, beschlossen wir, uns erst einmal den Bahnhof anzuschauen und bei dieser Gelegenheit die leeren Mägen aufzufüllen. Der erste Eindruck von mir vom Bahnhof: da könnte ich locker eine Woche Urlaub machen ohne hinaus zu gehen. Cookies, Smoothies, Mci und Los Kingos sind vertreten und jede Menge skurrile Gestalten die man beobachten kann. Da fühl ich mich doch gleich wohl. Hinzu kam noch, dass wir von der Fahrt noch ganz aufgekrazt waren, und Flo immer wieder meinte: „Aus dem Weg, jetzt muss ich Square-Dancen!“ (Anm.: Sehr zu empfehlen: Die Ärzte: Jazz ist anders – Eco-Edition!!!)
Im Burger King dann trafen wir schon die ersten Kollegen aus Hamburg. Diese hatten die Lage schon gecheckt und das Ankunftsgleis von Doris und Franzi ausfindig gemacht. Dank der nicht vorhandenen Pünktlichkeit der Deutschen Bahn mussten wir einige Zeit warten. Letzten Endes sind uns die Beiden dann trotz unseres inzwischen umfangreichen Empfangskomitees  doch entwischt und haben vor dem Bahnhof auf uns gewartet.
Als dann alle im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, in dem wir alle Platz finden. Das spätere Ziel, ein Irish Pub haben wir schon gleich nach der Ankunft erspäht, aber da wir doch alle recht hungrig waren, beschlossen wir, uns nicht mit den Bar-Häppchen zufrieden zu geben. Nicht weit vom Ambassador entfernt fanden wir ein kleines italienisches Restaurant. Der Kellner war gleich in seinem Element und spielte den lustigen kleinen Südländer. Besser als seine Unterhaltung war allerdings das Essen. Und das lag nicht daran, dass wir sehr hungrig waren. Nach der obligatorischen Runde Grappa zogen wir dann einige Ecken weiter ins Irish Pub. Dort wurde gerade ein Rugby-Spiel übertragen. Auch nach dem ersten Guinnnes konnte ich das Spiel immer noch nicht recht durchschauen. Die einzige Ähnlichkeit die ich zum Football finden konnte, war der ähnlich geformte Ball. In meinem Kopf hat sich dieses Spiel nun als eine Art Mischung aus Ringen und einer zünftigen Barschlägerei festgesetzt. Nun ja – nicht jede Sportart muss mir zugänglich sein.
Die Beschallung im Pub ließ unser Geplauder nicht so recht zu. Deshalb sind wir der Gemütlichkeit halber wieder zurück zum Italiener. Zufällig haben wir dort dann noch ein paar schwedische Footballer getroffen, denen wir vom German Bowl erzählten und die sich dann auch noch entschlossen, das Spiel anzuschauen.
Einige von uns sind dann später noch um die Häuser gezogen, andere haben sich´s in der Hotelbar gemütlich gemacht.
Der nächste Morgen kam wie immer viel zu früh. Aber das Frühstücksbuffet machte es erträglicher. Es gab Kaffee und viele feine Sachen. Von Gimli und Harry, die gestern noch später am Abend angekommen waren, war nur Gimli beim Frühstück. Harry hatte wohl das Frankfurter Nacht- bzw. Morgenleben ausführlich genossen und verzichtete zugunsten von ein paar Stunden schlaf auf die erste Mahlzeit.
Um 13 Uhr startete die Pre-Game-Party. Mit der S-Bahn kutschierten wir alle zusammen – bis auf den schlafenden Harry – zur Commerzbankarena. Einige Fan-Stuff-Stände und Wust- und Bierbuden waren aufgebaut, (mehr oder weniger) live Musik und Unterhaltung von den Cheerleadern waren am Gelände vor dem Stadion geboten. Hier traf man wieder viele der „üblichen Verdächtigen“ und dem Fachsimpeln wurde gefrönt.
Einlass war dann um 15 Uhr. Die Ränge füllten sich schnell und auch die Stimmung war sofort genial. Flo, der sich auch für dieses Spiel einen Feldpass organisierte, stapfte um das Feld herum und fand auch die üblichen Fotografen.
Das Spiel selbst – Braunschweig Lions vs. Kiel Baltic Hurricanes – war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Eine reine Defense-Schlacht. Einzelne sehenswerte Aktionen kamen noch ganz am Ende, doch alles in allem für ein Finale nicht wirklich aufregend. Aber das kann auch daran liegen, dass ich zu beiden Teams keine Verbindung habe, und somit auch nicht mitfiebern konnte und musste. Wesentlich besser war jedoch die Stimmung im Publikum. Sprechchöre, Trommelsalven und Tröten-getöse unterlegten das Spiel. Letzten Endes siegten die favorisierten Lions. Auffällig war, dass nicht nur Fans der zwei sich begegnenden Mannschaften anwesend waren, sondern Fans aller deutschen Teams und auch viele Anhänger von NFL-Europe-Teams. Trotzdem – wie immer beim Football war es eine friedliche Party ohne Ausschreitungen. Nach dem Spiel wanderte der ganze Tross wieder in die Stadt. Natürlich nicht, ohne noch bei Bonzo im NFL-Fan-Shop vorbei zu schauen.
Abendessen gab´s wieder bei unserem Lieblings-Italiener in Frankfurt. Wir hatten am Abend zuvor schon für ca. 20 Personen reserviert und gegen 20 Uhr sind wir dort eingefallen. Einige spontan-dazugekommene Bekannte gesellten sich auch noch dazu und so war zu erklären, dass bis auf drei oder vier anderen Gäste, alle über Football plauderten. Die Versuche des Kellners, bei den Gesprächen mitzumischen, waren jedoch mehr als kläglich. Egal – er konzentrierte sich dann schließlich auch mehr auf seine Aufgabe: Getränkenachschub bringen! Nach einer Weile, als dann die ersten sich auf den Weg zur offiziellen After-Game-Party machten, löste sich die Truppe mehr oder weniger auf. Einige zogen weiter, andere landeten wieder in der Hotelbar.
Beim Frühstück am folgenden Tag, beschlossen Flo und ich, nach Berlin weiter zu fahren.
Immer wieder brachen wir auf dem Weg in die Bundeshauptstadt Deutschlands in Gelächter aus, als wir an Orten vorbeifuhren, die so schöne Namen wie z. B. Vockerode hatten.
Bianca und Gaby erklärten sich bereit, uns Asyl zu gewähren. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für eure Gastfreundschaft und die Berlin-by-night-Tour!
Nachdem wir den Zoo und den Tierpark und den Lieblings-Italiener unserer Gastgeber besucht hatten, nahmen wir gleich die nächste Einladung von Felix wahr, und düsten weiter nach Hamburg.
Felix zeigte uns am folgenden Tag dann Hamburg und den Hafen. Durch den Tag der Deutschein Einheit am nächsten Tag, war die Stadt vollauf damit beschäftigt, Stände, Zelte und Gastronomie-Stände aufzubauen. Dadurch verlor der Hafen einiges von seinem Charme. Trotzdem haben wir die Führung genossen. Danke Felix, dass du deine Zeit für uns geopfert hast.
Zufällig traf es sich, dass an diesem Wochenende die Elbrock Bowl, ein Charity-Footballspiel, statt fand. Hier spielten ein Hamburger Jugendteam gegen ein Team, zusammengewürfelt aus ehemaligen Footballspielern, Nicht-Footballspielern und wer sonst noch dazu Lust hatte und sich angemeldet hat. Trotz des nordisch-kalten Wetters kamen hier viele Leute zum zuschauen. Wie erwartet hat Ham Jam, das Jugendteam haushoch gewonnen. Aber hier stand nicht der Sieg im Vordergrund, sondern der Gute Zweck und der Spaß.
Am nächsten Tag dann machten wir uns auf den Rückweg. Hamburg – Stubai. Über 1000 Kilometer an einem Tag. Aber lange Fahrten sind wir inzwischen ja gewohnt.
Mit insgesamt drei Stopps düsten wir zurück ins gelobte Land. Der letzte Stop wäre zwar nicht unbedingt nötig gewesen. Aber das Schild, dass bei der nächsten Raststätte auch ein Subway war brachte uns dazu einen „always-remember-geoff-buffum-sub-stop“ zu machen.
Resümee aus dieser around-Germany-Football-Tour: Footballfans are friends und sehr, sehr Verhaltensoriginell! Wir sehen uns spätestens in der nächsten Saison wieder!!!