Carinthian Black Lions vs. Swarco Raiders Tirol
Fischlstadion, Klagenfurt
Sonntag, 4. Mai 2008
Ankick: 16.30 Uhr


Am Samstagvormittag holten wir unser Fanbaby in Innsbruck ab und düsten in Richtung Kärnten los. Den obligatorische Take-Away-Kaffee hat dieses mal Laura spendiert.
Auf der Rückbank zwischen der Lärmutensielienbox und der Trommel eingekeilt saß sie und wurde gaaanz langsam wach. Aber bei dem Gegacker und Gelächter das wir im Auto hatten, war das nicht all zu schwer.
Die Fahrt war wieder einmal sehr kurzweilig und am Wörtersee machten wir bei einem Burger King halt, um unsere inzwischen knurrenden Mägen zu beruhigen.
Ich funktionierte dieses Mal als Navigationssystem recht gut. Die Jugendherberge fanden wir quasi sofort. Allerdings kamen wir kurz vor 15 Uhr an, und die Rezeption machte erst um 16 Uhr auf. Deshalb beschlossen wir, die Klagenfurtfahrt mit etwas Kultur zu bereichern, und besuchten das nahe gelegene Minimundus. Am Eingang blieben wir gleich am Shop hängen, wo eine Plastik-Fledermaus über unseren Köpfen ihre Kreise zog. Rechtzeitig bevor wir davon hypnotisiert werden konnten, rissen wir uns dann aber doch los. Am meisten amüsierten wir uns auf der Anlage über die Enten, die gegenüber den Miniaturnachbauten natürlich überdimensional wirkten. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Saftl im Minimundus-Kaffee und dann zog es uns doch noch einmal zum Shop am Eingang. Dort strengten wir uns an, nicht schon wieder bei der Fledermaus hängen zu bleiben, doch im Geschäft drinnen hing ein kleines Modellflugzeug, das ebenfalls seine hypnotischen Kreise zog. Flo erlag diesem uns Stand die längste Weile regungslos und fasziniert da, bis er den Blick der inzwischen schon ziemlich amüsierten Kassiererin bemerkte. Ich hingegen war schon im Stöber-Wahn und fand auch gleich Schweißbänder mit dem Logo der Oakland-Raiders. Natürlich mussten die gekauft werden! Laura hat dann noch Mini-Tröten entdeckt, die trotz ihrer Größe ganz schön laut waren. Auch die haben wir mitgenommen.
Nach diesem Ausflug in die Kulturelle Welt, konnten wir dann schließlich auch in der Jugendherberge einchecken. Dann hieß es noch die Betten herrichten und dann zogen wir los, um etwas zum essen zu suchen.
Ein China-Restaurant beendete dann unsere Suche und wir machten es uns im Garten bequem. Natürlich wurde während dem essen ständig über Football gequatscht. Strategien, Spielzüge und andere Teams wurden quasi analysiert.
Abends dann zogen wir los, um noch ein Glasl trinken zu gehen. Im „Westside Pub“ fanden wir ein gemütliches Platzl, um die Analysen vom Nachmittag nochmals zu vertiefen. Richtig gemütlich auf die Ledercouchen geflatzt saßen wir da dann die längste Weile. Flo wurde dann aber müde und verzog sich ins Zimmer. Laura hatte aber nicht die geringste Lust, um 23 Uhr schon schlafen zu gehen und überzeugte mich mit ihrem Dackelblick, auch noch zu bleiben. Allerdings hatte das Pub schon um 24 Uhr Sperrstunde, und somit war dann auch für uns Schlafenszeit!
Aber unser Bedürfnis nach Schlaf wurde leider nicht gestillt! Unser Schnarch-Bärchen schien sich vorgenommen zu haben, den ganzen Urwald niederzusägen...
Unausgeschlafen aber schon voller Vorfreude machten wir uns über das Frühstücksbuffet und da vor allem über die Kaffeekannen her. Nach so einer Nacht ist das schwarze Getränk sehr, sehr wichtig.
Um 10 Uhr checkten wir dann aus und machten uns auf die Suche nach dem Fischlstadion. Hier versagte mein Talent als Navi. Nichtsdestotrotz kamen wir natürlich viel zu früh bei Stadion an. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, uns den nahe gelegenen Reitstall anschauen zu gehen, und in der Reiterklause etwas zu trinken. Doch auch durch diesen Abstecher verging nicht all zu viel Zeit. Uns blieb nichts anderes übrig, als vor dem Sportplatz zu parken und zu warten, bis jemand kam. Zu unserer Verwunderung tauchte aber bis 12:30 niemand auf. Die Black Lions schienen die Ruhe weg zu haben. Weder die Feldmarkierungen noch die Goals waren aufgestellt und von den Spielern war weit und breit keiner zu sehen.
Letztlich wurde dann doch noch mit den Markierungsarbeiten begonnen und wenig später trafen dann auch schon die Raiders ein. Von da an verging die Zeit wie im Flug. Laura und Flo begannen einen Football hin und her zu werfen, und ich relaxte einfach nur in der Sonne.
Um 16:30 Uhr war dann Kickoff.
Das Spiel selbst war nicht sehr Spannend. Die Lions kämpften jedoch wie die sprichwörtlichen Löwen.
Was uns das Footballvergnügen aber ziemlich vermieste, waren eine Gruppe Lions-Fans, die ihre wahre Leidenschaft jedoch wahrscheinlich beim Fußball haben. Angefangen beim auslachen unseres Blizis, dem der Football durch den Wind verblasen wurde bis hin zum unnötigen Lärm machen während der Time-Outs nichts ausgelassen. Es hat uns einiges an Mühe gekostet, diese (Entschuldigung!) Deppen nicht zu beachten.
Nach dem Spiel konnten wir noch ein bisschen mit den Spielern und den Coaches plaudern und dann machten wir uns auf den Heimweg. Das erste Stück bis zur Autobahn folgten wir noch dem Christopherus-Bus und dann konnte uns nichts mehr aufhalten.
Laura und ich gönnten uns zwischen Salzburg und Innsbruck ein kleines Schläfchen.
Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes gingen wir noch auf ein Saftl ins Harleys. Dort trafen wir uns noch mit Footballfreunden und ließen das Spiel noch einmal Revue passieren.
Um halb 2 Uhr vielen wir dann – nachdem wir Laura noch zu ihrem Auto gebracht haben – hundemüde ins Bett.